SEO-Texte schreiben lernen: In 7 Schritten vom Anfänger zum Profi

SEO Texte schreiben lernen

Nicolas Perez-Diehl • Zuletzt aktualisiert: 21.10.2021

Du möchtest SEO-Content schreiben, der tatsächlich rankt und Besucher auf Deine Website leitet? — Dann bist Du hier genau richtig!

Auf dieser Seite zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Du Weltklasse SEO-Texte schreibst.

Du hast richtig gehört: „Weltklasse SEO-Texte“ — mit weniger solltest Du Dich nicht zufrieden geben!

Falls Du ganz neu im SEO-Bereich bist: keine Sorge! Mit ein wenig Übung kann wirklich jeder umwerfende SEO-Inhalte verfassen!

Wichtig: Die Informationen und die Anleitung richten sich aber nicht nur an Einsteiger, sondern auch an Fortgeschrittene.

Bei Fragen oder Anregungen kannst Du mir am Ende des Textes gerne einen Kommentar hinterlassen.

Und jetzt viel Spaß! 🙂

Noch ein Hinweis für SEO-Neulinge:
Hier findest Du eine allgemeine Anleitung, wie Du Dein Google Ranking verbessern kannst und hier stelle ich Dir die besten kostenlosen SEO-Tools vor, die es aktuell gibt!

Was ist ein SEO-Text? (Definition)

Als „SEO-Texte“ werden Inhalte bezeichnet, die mit dem Ziel erstellt werden, bei Suchmaschinen wie Google für bestimmte Keywords möglichst weit oben zu ranken. 

Hauptunterschied zu „normalen“ Texten, die nicht für Suchmaschinen optimiert werden, ist die Berücksichtigung von Keywords bzw. Suchanfragen, die die Nutzer in das Suchfeld der Suchmaschine eingeben.

Dabei geht es (mittlerweile) jedoch weniger darum, Keywords „auf Teufel komm raus“ im Text unterzubringen, sondern vielmehr darum, ein bestimmtes Thema ganzheitlich und für den Nutzer verständlich abzubilden.

Im Mittelpunkt der Vorbereitungen steht bei der Erstellung von SEO-Texten neben der regulären Themenrecherche daher auch und vor allem die Keyword-Recherche.

Mithilfe dieser Keyword-Recherche lässt sich herausfinden, welche Fragen den Nutzern zu Thema XY unter den Nägeln brennen.

Ausgehend von dieser Recherche ergibt sich die (grobe) Inhaltsstruktur des Textes fast von selbst.

Denn im Gegensatz zu „normalen“ Texten konzentrieren wir uns bei SEO-Inhalten grundsätzlich auf das, was der Nutzer wissen möchte und weniger auf das, was uns zu diesem Thema gerade einfällt…

Darüber hinaus wird auch die sogenannte Suchintention analysiert.

Soll heißen:

Welche Art von Inhalt möchte der Nutzer zu Thema XY sehen bzw. was erwartet er?

Wir versuchen also, uns in den Nutzer hineinzuversetzen (Empathie!), um ihm genau den Inhalt zu liefern, den er sehen möchte.

Das Ergebnis:

Eine hohe Nutzerzufriedenheit (und vielleicht sogar ein wiederkehrender Leser).

Was Du außerdem noch wissen solltest:

In aller Regel konzentrieren wir uns bei der Erstellung von SEO-Texten nicht auf ein einziges spezielles Keyword, sondern auf ein bestimmtes Oberthema (Hauptkeyword).

Das Hauptkeyword für diesen Text lautet „SEO Texte schreiben“.

Mithilfe diverser Tools und der Analyse der Suchergebnisse ergeben sich ausgehend von diesem Hauptkeyword eine ganze Reihe sogenannter „Nebenkeywords“.

Zum Beispiel:

„SEO Texte schreiben für Anfänger“

oder:

„SEO Texte schreiben lernen“.

Theoretisch könnten wir natürlich für jedes Nebenkeyword einen eigenständigen Artikel schreiben.

Diese Methode ergibt jedoch weitaus weniger Sinn, als nur einen einzigen, dafür aber umso umfangreicheren Text zum Oberthema zu schreiben, in dem alle relevanten Nebenkeywords (sinnvoll) untergebracht werden können.

Das liegt vor allem daran, dass Google dem Nutzer gerne ein möglichst vollständiges Ergebnis anbietet, das all seine Fragen beantwortet.

Das Resultat:

Der Nutzer kann mit dem Klick auf einziges Suchergebnis zufriedengestellt werden und muss weniger „Extrarunden“ durch die Suchergebnisse drehen.

Außerdem bündeln wir alle Informationen zu Thema XY auf einer Seite (URL).

Der Nutzer muss sich die einzelnen Infos also nicht mühsam zusammensuchen, sondern bekommt sie übersichtlich auf dem Silbertablett serviert.

Auch in Bezug auf Backlinks ist es später von Vorteil, die „Link-Power“, die wir durch externe Verlinkungen erhalten, auf einer einzigen URL konzentrieren zu können.

Darüber hinaus ist es ohne weiteres möglich, auch mit einer einzigen Seite für etliche Nebenkeywords zu ranken.

Wir „verschenken“ also kein Ranking-Potential — im Gegenteil!

Ein einzelner SEO-Text rankt in der Regel nicht nur für ein Keyword, sondern für mehrere und manchmal sogar für hunderte Keywords gleichzeitig.

Das sieht dann zum Beispiel so aus:

SEO Text rankt für mehrere Keywords (Beispiel)

Der Text aus dem Screenshot rankt insgesamt für knapp 240 Keywords – davon 89 in den sichtbaren Top 10. Organische Besucher pro Monat: 5.204 (Mai 2021).

Warum sind SEO Texte so wichtig?

Bevor wir uns anschauen, wie auch Du Schritt für Schritt Weltklasse SEO-Texte schreiben kannst, möchte ich zunächst noch einmal darauf eingehen, welche Bedeutung erstklassige Inhalte für SEO haben.

Das Herzstück einer jeden Website sind Inhalte, die dem Nutzer weiterhelfen, seine Fragen beantworten und Probleme lösen.

Der Nutzer möchte in den meisten Fällen nicht wissen, wie toll Du bist oder was Du alles kannst…

Der Nutzer möchte eine Antwort auf seine Frage bzw. eine Lösung für sein Problem.

Das muss man so klar sagen.

Google erhält pro Tag mehr als 5 Milliarden Suchanfragen. Laut einer Studie handelt es sich bei 74-80% der Anfragen um sogenannte „informational queries“ (die Nutzer suchen also nach Informationen).[1]

Nur ein Bruchteil der Suchanfragen entfällt also auf transaktionale Anfragen, bei denen die Nutzer von vornherein eine klare Kaufabsicht verfolgen.

Verteilung der Suchanfragen bei Google: informational queries und transactional queries (Grafik)

Die Erstellung von hilfreichem Content ist also das A und O.

Google selbst sagt zu diesem Thema:

“Wenn Sie überzeugende und nützliche Inhalte erstellen, hat dies wahrscheinlich einen größeren Einfluss auf Ihre Website als alle anderen […] Faktoren.”[2]

Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Oft werden die Aussagen, die Google zum Thema SEO macht, belächelt und als realitätsfern abgestempelt — und teilweise trifft das ehrlich gesagt auch zu…

Nicht aber, wenn es um die Wichtigkeit von exzellenten Inhalten geht.

Denn tatsächlich sollten Weltklasse SEO-Texte ganz oben auf Deiner Prioritätenliste stehen.

Im englischsprachigen Raum ist auch gerne die Rede von „10X-Content“.

Die Wahrheit ist:

Es gibt wahrscheinlich mehr als tausend Dinge, die wir tun könn(t)en, um unsere Website für Google zu optimieren.

Wir könnten unsere Website z.B. in irgendwelchen Foren eintragen oder die Ladegeschwindigkeit um weitere 3 Millisekunden verbessern…

Doch natürlich haben längst nicht alle Tätigkeiten dieselben Auswirkungen auf das Ranking unserer Seite.

Stichwort: Hebelwirkung.

In seinem Buch „The ONE Thing“ formuliert Gary Keller eine hilfreiche Frage, die wir uns gerade im SEO-Bereich öfter stellen sollten:

„Welches ist die EINE Sache, die ich (jetzt) tun kann, sodass alles andere einfacher oder sogar überflüssig wird?“

Im SEO-Bereich lautet die Antwort auf diese Frage:

Weltklasse-Inhalte erstellen.

Wenn wir es schaffen, Weltklasse Inhalte zu erstellen, wird ALLES andere leichter oder sogar überflüssig.

Wirklich!

Wenn Du Deinen Fokus auf die Erstellung von Weltklasse SEO-Texten legst, bist Du nicht mehr auf fragwürdige Linkbuilding-Techniken angewiesen, die unglaublich viel Zeit kosten und so gut wie gar nichts bringen…

Bitte nicht falsch verstehen: Backlinks sind neben exzellenten Inhalten der mit Abstand wichtigste Rankingfaktor.

Weltklasse Links bekommen wir aber nur mit Weltklasse Inhalten.

Das ergibt Sinn, oder?

Das Schreiben von SEO-Texten geht dem Aufbau von Backlinks IMMER voraus.

Erst die Inhalte, dann die Links (und alles andere). Anders geht es nicht.

Weltklasse SEO-Texte sind also das Fundament, auf dem alles andere aufbaut…

Und wenn das Fundament nicht stabil gebaut ist, steht das ganze Haus auf wackeligen Füßen.

Die Investition in Top-Content zahlt sich langfristig aus – auch wenn das manchmal lange dauert.

Verfalle nicht dem Drang, schnell ein paar Backlinks platzieren zu wollen oder 08/15 Content billig einzukaufen.

Weiterhin solltest Du Dich auch nicht von irgendwelchen individuellen Beobachtungen oder Einzelfällen beeindrucken lassen.

Insbesondere im SEO-Bereich hört und liest man die wildesten Geschichten…

Ein paar Beispiele (mit absichtlicher Übertreibung):

Beispiele für Irrglauben und Mythen im SEO-Bereich

Verliere Dich nicht in irgendwelchen Theorien…

Investiere Deine Zeit lieber in die Erstellung von SEO-Content, der alles bisher veröffentlichte in den Schatten stellt!

Noch ein Lese-Tipp:

Maike Burk von satzgestalt.com hat einen tollen Artikel geschrieben, in dem sie erklärt, wie uns der Google-Algorithmus zu besseren Inhalten zwingt (und warum).

Grundlagen & Basics

Bevor wir uns an die Arbeit machen, möchte ich zunächst noch einige allgemeine Fragen klären und Grundlagen vermitteln, damit wir uns mit dem richtigen „Mindset“ gemeinsam ins Abenteuer stürzen. 🙂

Welches Ziel verfolgt Google eigentlich?

Googles Ziel sind glückliche Nutzer.

Denn:

Glückliche Nutzer werden aufgrund der zufriedenstellenden Suchergebnisse immer wieder auf Google zurückgreifen, um das Internet zu durchsuchen.

Und:

Je öfter die Nutzer Google verwenden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie früher oder später doch einmal auf eine bezahlte Anzeige klicken.

Das ist ganz wichtig zu verstehen.

Denn auch wenn sich Google gerne als Retter der Welt inszeniert, handelt es sich immer noch um ein privates Unternehmen, das Geld verdienen will und Aktionäre zufriedenstellen muss.

Und die Suchmaschine ist mit weitem Abstand das finanzielle Zugpferd des Konzerns… 

Die Werbeanzeigen, die Google innerhalb der Suchmaschine ausspielt, sind wohl immer noch für 3/4 der Einnahmen verantwortlich.

Google setzt also aus gutem Grund alles daran, den Nutzern die bestmöglichen Suchergebnisse zu präsentieren.

Und mit unseren Inhalten helfen wir Google dabei.

Wir gehen mit Google also eigentlich nur ein recht simples Tauschgeschäft ein:

Wenn wir Google dabei helfen, die Nutzer zufriedenzustellen, erhalten wir im Gegenzug Traffic (Besucher).

Tauschgeschäft: Wir erstellen Inhalte, Google gibt uns im Gegenzug Traffic

Wir stehen mit Google also keinesfalls auf Kriegsfuß!

Über nichts freut sich der Algorithmus mehr, als über Weltklasse-Inhalte… und wenn sich der Algorithmus freut, freuen wir uns im Umkehrschluss auch!

Welche Rolle spielt Unique Content?

Sobald man sich etwas näher mit SEO-Texten beschäftigt, wird einem gleich der Begriff „Unique Content“ um die Ohren gehauen.

Oft wird „Unique Content“ (also einzigartiger Inhalt) als einziges Qualitätsmerkmal eines SEO-Textes angeführt.

„Unique Content“ heißt in diesem Zusammenhang nichts anderes als: „nicht abgeschrieben“ bzw. „nicht kopiert“.

Man möchte uns also weismachen, dass es nichts weiter braucht, als einen Text, bei dem es sich explizit nicht um eine Kopie handelt…

Kann man die Latte noch tiefer legen?

„Unique Content“ ist kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Grundvoraussetzung, um überhaupt bei Google mitspielen zu dürfen!

Zwischen „Unique Content“ für wenige Cent pro Wort und „Weltklasse SEO-Texten“ liegen Welten!

Mal eben schnell einen „einzigartigen Text“ zu schreiben, ist wahrlich keine Kunst — das kann jeder.

Ob das dann aber wirklich etwas bringt, darf jeder für sich selbst herausfinden.

Wie wichtig ist die Keyworddichte?

Um es gleich vorneweg zu sagen:

Für unser Ziel (Weltklasse SEO Texte) ist die Keyworddichte völlig irrelevant und unbrauchbar. 

Am besten Du streichst das Wort direkt aus Deinem Wortschatz.

Die Qualität eines Textes kann mithilfe der Keyworddichte selbstverständlich nicht bewertet werden.

Ganz grundsätzlich ist es meiner Meinung nach nicht möglich, die Qualität eines SEO-Textes mithilfe von irgendwelchen Metriken, Formeln oder Quoten zu beurteilen bzw. zu messen.

Matt Cutts, ehemaliger Chef des WebSpam-Teams bei Google, sagte einmal über die Keyworddichte:

“I would love it if people could stop obsessing about keyword density. It’s going to vary. […] There’s not a hard and fast rule.”[3]

Die Keyworddichte künstlich in die Höhe zu treiben oder der Konkurrenz anzupassen kostet viel Zeit und bringt am Ende nur sehr wenig bis gar nichts.

Auch die Warnungen, die diverse SEO-Plugins ausgeben, sobald eine bestimmte Keyworddichte über- oder unterschritten wurde, sollten Dich nicht aus der Ruhe bringen.

Fokussiere Dich auf die Erstellung des bestmöglichen Contents.

Was hat es mit WDF*IDF auf sich?

Für WDF*IDF gilt grundsätzlich dasselbe wie für die Keyworddichte:

Wir sollten uns bei der Content-Erstellung nicht an Formeln und Quoten, sondern an den Fragen und/oder Problemen der Nutzer orientieren.

Ich gebe hiermit ganz offen und ehrlich zu, dass ich tatsächlich nicht genau weiß, was bei WDF*IDF gemessen wird, geschweige denn wie das Ganze funktioniert.

Und das beste: es ist mir auch herzlich egal 😀

Gibt es bestimmte Regeln, die ich beim texten beachten muss?

Grundsätzlich würde ich sogar so weit gehen, dass es prinzipiell gar keine festen Regeln gibt, wenn es darum geht, SEO-Texte zu schreiben.

Es gibt zwar ein paar Dinge, die Du schon beachten solltest, um Google klar zu machen, worum es in Deinem Text bzw. auf Deiner Seite geht.

Ich wage aber zu behaupten, dass die meisten Punkte selbsterklärend sind und mit ein bisschen Erfahrung automatisch umgesetzt werden.

Das hat dann nichts mit geheimen Tricks oder besonders ausgefuchsten Strategien zu tun…

Hier ein paar Beispiele für Regeln, an die Du Dich halten solltest:

  • Bringe Dein Hauptkeyword in der URL (Permalink) der Seite unter.
  • Bringe Dein Hauptkeyword in der H1-Überschrift unter.
  • Bringe Dein Hauptkeyword im SEO-Titel unter.

Du siehst, es handelt sich nicht um magische Tricks, sondern um weitgehend logische Dinge, die während des Schreibprozesses meist ganz automatisch umgesetzt werden.

Eine Liste mit allen „Regeln“ halte ich für nicht zielführend.

Wenn Du Dich an die Schritt-für-Schritt Anleitung weiter unten hältst, wirst Du alle relevanten Punkte automatisch umsetzen.

Gibt es eine optimale Länge für SEO-Texte?

Vielleicht kannst Du es Dir schon denken:

Da die Texterstellung nie nach Schema-F verläuft, gibt es auch nicht die eine Textlänge bzw. Wörteranzahl, die besser oder schlechter ist.

Hier und da liest man, dass man sich in Bezug auf die Länge an der Konkurrenz bzw. an den Top 10 Ergebnissen orientieren sollte.

Aus eigener Erfahrung kann ich bisher aber nicht wirklich bestätigen, dass dies ein ausschlaggebender Faktor ist.

Schränke Dich in Bezug auf die Textlänge also nicht zu sehr ein, schreib einfach!

Alles andere ergibt keinen Sinn…

Ein Beispiel:

Stell Dir vor, zu Thema XY haben die Texte in den Top 10 durchschnittlich 1.000 Wörter.

Zu diesem Thema erstellst Du jetzt einen sehr viel umfangreicheren Text mit 3.000 Wörtern, der dem Nutzer noch detailliertere / bessere Informationen bietet.

Glaubst Du, dass Google sich selbst ins Knie schießen würde, indem es Deinen (besseren) Text nicht in die Top 10 aufnimmt, weil Du so viel mehr Wörter hast als die Mitbewerber?

Eben.

Aber Vorsicht: Natürlich geht es ausdrücklich nicht darum, auf Teufel komm raus mindestens 3.000 Wörter zu schreiben.

Es geht nie um die Länge an sich, sondern immer nur um Vollständigkeit.

Das vollständige Texte dazu tendieren, besonders lang zu sein, ist eine andere Sache.

Halte Dich einfach an folgendes Prinzip:

Solange es zu Deinem Thema noch wichtige Dinge zu sagen gibt, schreibst Du weiter.

Und wenn alles gesagt ist, hörst Du auf zu schreiben.

So einfach ist das — lass Dich nicht verrückt machen. 🙂

Wie viel Zeit benötige ich für einen Weltklasse SEO-Text?

Wie viele Stunden Du letztendlich in einen Text steckst, ist natürlich immer vom Thema abhängig.

Wenn es um große Keywords bzw. große Themen geht, solltest Du Dich aber definitiv von der Vorstellung verabschieden, einen SEO-Text mal eben nebenbei zwischen zwei Terminen runter zu schreiben.

Zur Erinnerung:

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, etwas zu schaffen, das besser ist, als alles andere!

Auch wenn pauschale Aussagen schwierig sind, solltest Du meiner Erfahrung nach von ca. 15-50+ Stunden ausgehen, die in die Erstellung des Contents fließen.

Wie in der Einleitung schon angedeutet:

Der Engpass im SEO-Bereich ist nicht unbedingt das Wissen, sondern der Wille und die Bereitschaft, etwas Großartiges zu schaffen.

Und das kostet nunmal Zeit.

Doch es lohnt sich!

Das Gefühl, wenn Du endlich die Mitbewerber überholst ist einfach unbezahlbar!

Und wenn Du über ein Thema schreibst, für das Du brennst, macht das Schreiben auch noch eine Menge Spaß!

Wie werden SEO-Texte strukturiert?

SEO-Texte werden mithilfe von HTML-Überschriften strukturiert.

Diese HTML-Überschriften haben insgesamt 6 Abstufungen und werden im Quelltext folgendermaßen gekennzeichnet:

HTML Überschriften

Ich empfehle, die H5- und H6-Überschrift nicht zu verwenden. Es lohnt sich kaum und verschachtelt den Text meist zu sehr. Die Folge: ein unübersichtlicher Wust aus Zwischenüberschriften.

Auch die H4-Überschrift sollte nur im Notfall verwendet werden. Die meisten Texte lassen sich problemlos mit H2- und H3-Überschriften ordnen.

Die H1-Überschrift sollte selbstredend nur einmal auf der Seite vorkommen. Jedes andere normale Dokument hat schließlich auch nur eine einzige Hauptüberschrift.

Ansonsten solltest Du übergeordnete Themen entsprechend mit H2- und untergeordnete Themen mit H3-Überschriften auszeichnen — das ist alles keine Zauberei.

Ganz wichtig:

Du solltest die Zwischenüberschriften nicht nach optischen Faktoren auswählen, sonst zerstörst Du Dir die HTML-Struktur…

Du kannst die Optik der Überschriften mithilfe von CSS bearbeiten (bei Homepage-Baukästen ist das leider nicht immer möglich!).

Tipp:

Mit der Chrome-Erweiterung SEO META in 1 CLICK kannst Du Dir unter dem Tab „Headers“ die HTML-Struktur jeder beliebigen Website ansehen.

So sieht z.B. die Struktur dieses Beitrags aus:

SEO-Texte schreiben lernen (1:1 Anleitung in 7 Schritten)

Die theoretischen Grundlagen haben wir hinter uns, jetzt wird es ernst.

In der folgenden Anleitung zeige ich Dir, wie Du in nur 7 Schritten erstklassigen SEO-Content schreiben kannst…

Los geht’s!

Schritt 1: Thema / Keyword finden

Im ersten Schritt müssen wir zunächst ein geeignetes Thema bzw. ein geeignetes (Haupt-) Keyword finden, für das es sich lohnt, Content zu erstellen.

Gehe zunächst immer vom Sinn und Zweck Deiner Website aus und überlege, welche Themen mit diesem Sinn und Zweck in Verbindung stehen.

Nehmen wir mal an, Du bist Coach / Berater und möchtest Menschen dabei helfen, ein erfülltes Leben zu führen.

Überlege nun, was zu einem erfüllten Leben dazugehört bzw. mit welchen Problemen oder Fragen die meisten Kunden zu Dir kommen.

Ein Beispiel:

Um ein erfülltes Leben zu führen gehört sicherlich ein gesundes Selbstwertgefühl.

Und so schnell haben wir auch schon die erste Themen-Idee für einen Text gefunden: „Selbstwertgefühl“ bzw. „Selbstwertgefühl stärken“.

Um sicher zu gehen, dass es sich lohnt, für dieses Keyword viel Arbeit in die Erstellung eines Textes zu investieren, geben wir es nun in ein Keyword-Tool ein.

Tipp:

Meiner Meinung nach lohnt es sich an dieser Stelle immer, ein wenig Geld für ein professionelles Keyword-Tool auszugeben (auch wenn Du noch ganz am Anfang stehst). Es lohnt sich wirklich, da es vieles einfacher macht.

Zwei sehr gute (und einsteigerfreundliche) Tools sind zum Beispiel der KWFinder oder Hypersuggest.

Ich selbst nutze primär den Keywords-Explorer von Ahrefs.

Hinweis: Du bist SEO-Neuling und möchtest (noch) kein Geld für teure Tools ausgeben? Dann schau Dir gerne auch meine Zusammenstellung mit kostenlosen SEO Tools an, da wirst Du sicher fündig! 🙂

Wenn wir das Keyword in unser Tool eingeben, wird uns zu aller Erst das dazugehörige Suchvolumen angezeigt (Suchvolumen = durchschnittliche Suchanfragen pro Monat).

Das Suchvolumen beträgt in unserem Fall 7.700 – ein sehr annehmbares Volumen, für das es sich definitiv lohnt, Content zu erstellen!

Je nach Branche schwanken die Suchvolumen der Keywords erheblich.

Es gibt z.B. Branchen, in denen die größten Keywords ein Suchvolumen von „nur“ 500 aufweisen.

Woher weiß ich, ob es sich um ein Hauptkeyword handelt?

Wie schon angesprochen, sind wir erst einmal auf der Suche nach einem Hauptkeyword bzw. einem Oberthema.

Um herauszufinden, ob es sich bei unserer Keyword-Idee um ein Haupt- oder eher um ein Nebenkeyword handelt, müssen wir zwingend einen Blick in die Suchergebnisse (Fachbegriff: SERPs) werfen.

Achtung:

Wir dürfen uns dabei nicht von einem hohen oder niedrigen Suchvolumen leiten lassen.

Das Volumen sagt nichts darüber aus, ob es sich um ein Haupt- oder Nebenkeyword handelt!

Wenn wir für unser Beispielthema einen Blick in die Suchergebnisse werfen, sehen wir, dass sich alle Seiten in den Top 10 ausdrücklich auf das Hauptthema beziehen:

SEO Texte Hauptkeyword bestimmen

Wir können das Ganze auch noch kontrollieren, indem wir ein Nebenkeyword wie z.B. „Selbstwertgefühl aufbauen“ eingeben.

Für dieses Nebenkeyword ranken 6 Seiten, die auch für das Hauptkeyword „Selbstwertgefühl“ ranken.

Das heißt für uns:

Wir können das Nebenkeyword „Selbstwertgefühl aufbauen“ ohne Probleme im Beitrag zum Hauptkeyword „Selbstwertgefühl“ abdecken und damit auch ranken.

Eine einzelne Seite für dieses Nebenkeyword zu erstellen, ergibt für uns keinen Sinn.

Noch ein Tipp:

Ich empfehle Dir, zunächst immer das unspezifischste Keyword in das Keyword-Tool einzugeben.

Das heißt:

Auch wenn Deine erste Idee „Selbwertgefühl aufbauen“ lauten sollte, gibst Du immer erst das unspezifischere Keyword „Selbstwertgefühl“ ein.

Andernfalls gehst Du möglicherweise zu engstirnig an die Sache ran und übersiehst dadurch eine Menge Potential.

Schritt 2: Suchintention / umfassende Recherche & Einarbeitung

Wir haben nun ein passendes Thema bzw. Hauptkeyword gefunden.

Im nächsten Schritt müssen wir uns intensiv (!) damit auseinandersetzen,

  • welche Art von Content der Nutzer erwartet,
  • welche Fragen er zu diesem Thema hat,
  • welche Probleme ihm begegnen und
  • welche Informationen er zu diesem Thema sucht.

Es geht also darum, herauszufinden, mit welcher Intention / Suchintention der Nutzer das jeweilige Keyword in die Suchzeile eingibt.

Um wirklich zu verstehen, was den Nutzer umtreibt, müssen wir tief in die Recherche einsteigen.

Da die Recherche das Fundament unseres SEO-Textes darstellt, dürfen wir hier auf keinen Fall zu oberflächlich arbeiten.

Nur wenn wir die Gedanken der Nutzer verstehen und nachvollziehen können, sind wir in der Lage, Inhalte zu erstellen, die die Nutzer wirklich begeistern.

Nebenkeywords, Suggestions & Fragen

Um herauszufinden, was den Nutzer bewegt, sehen wir uns zunächst die verwandten Suchanfragen und die Nebenkeywords an.

Dazu greifen wir auf drei primäre Quellen zurück:

  1. die Suchergebnisse
  2. das Keyword-Tool Deiner Wahl
  3. das Tool AnswerThePublic

Ziel des zweiten Schritts ist es, am Ende alle relevanten Suchanfragen, Suggestions, Nebenkeywords und Nutzerfragen in einem Dokument zusammenzufassen.

1) Die Suchergebnisse

Fangen wir mit den Suchergebnissen an. Hier stellt uns Google einige Möglichkeiten zur Verfügung, um an verwandte Keywords und Suchanfragen zu gelangen.

Die Suchzeile:
Mit einem Klick in die Suchzeile werden uns gleich mehrere verwandte Suchanfragen angezeigt. Wenn wir einmal auf die Leertaste drücken, werden noch einmal neue Vorschläge angezeigt. Wir nehmen alle relevanten Suggestions in unsere Dokument auf.

Suggestions Nebenkeywords Suchzeile Google

„Ähnliche Fragen“:
Für viele Themen taucht in den Suchergebnissen die sogenannte „Ähnliche Fragen“-Box auf, in der Nutzerfragen angezeigt werden, die zu unserer Suchanfrage passen:

Suchergebnisse ähnliche fragen box

Tipp: Wenn Du eine der Fragen aufklappst, werden unten neue Fragen ergänzt. Klappe die relevanten Fragen immer weiter auf, bis dass Du alle relevanten Fragen in Dein Dokument aufgenommen hast.

Suggestions unterhalb der Suchergebnissen:
Unterhalb der Suchergebnisse werden weitere Suggestions angezeigt:

Suchergebnisse Suggestions Vorschlaege

Tipp: Meist sind diese Vorschläge identisch mit denen, die wir oben in der Suchzeile erhalten. Also vorher schnell abgleichen, um Dopplungen zu vermeiden!

Suggestions direkt unter einem Suchergebnis:
Wenn Du auf eine Seite in den Suchergebnissen klickst und dann wieder auf die Suchergebnisseite zurückspringst, werden unterhalb des angeklickten Suchergebnisses weitere Suggestions angezeigt:

Suggestions unter dem Suchergebnis

Tipp: Auch hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich teilweise um dieselben Suggestions handelt wie oben im Suchfeld.

2) Das Keyword-Tool

Als nächstes werfen wir einen Blick in unser Keyword-Tool (ich verwende hier den Keywords-Explorer von Ahrefs).

Wenn wir unser Hauptkeyword eingeben, werden uns gleich massenweise Nebenkeywords bzw. verwandte Keywords angezeigt.

Mal sind es mehr, mal sind es weniger – das hängt vom Thema ab.

Wenn ich unser Beispiel-Keyword eingebe, werden mir zunächst 1.006 Nebenkeywords angezeigt — das ist definitiv zu viel!

Um die Suchanfragen vorzusortieren, können wir mithilfe eines Filters alle Vorschläge rausfiltern, die ein Suchvolumen von 50 oder weniger haben:

Ahrefs Keywords Filter Suchvolumen

Achtung:

Das Suchvolumen von weniger als 50 ist keine magische Grenze, die in Stein gemeißelt ist!

Wo Du die Grenze ziehst, hängt immer vom Thema ab. Wenn Dein Hauptkeyword selbst nur ein Suchvolumen von 1.200 hat, solltest Du die Grenze womöglich niedriger ansetzen.

Bei größeren Themen ist es der Erfahrung nach aber einfach so, dass die ganzen Keywords mit weniger als 50 Suchvolumen nur noch Variationen von etwas größeren Keywords sind (im Prinzip also nur Dopplungen).

Um zu verstehen, was der Nutzer wissen möchte, müssen wir also nicht jede noch so kleine Keyword-Variation aufnehmen — wir sind schließlich nicht keywordbesessen…

Wenn ich den Filter mit einem Suchvolumen von mindestens 50 einstelle, erhalte ich eine übersichtliche Liste mit 46 Keywords – das klingt schon viel besser 🙂

So sieht das Ganze dann aus:

Nebenkeywords Ahrefs Liste mit Filter

Auch hier gilt wieder: alle relevanten Nebenkeywords in das Dokument aufnehmen!

3) Tool: AnswerThePublic

Auf der Website answerthepublic.com erhalten wir noch einmal eine ganze Menge an verwandten Suchanfragen, die zum Teil weder in den Suchergebnissen noch im Keyword-Tool auftauchen.

Die Grundfunktionen von „AnswerThePublic“ sind kostenlos!

Gib einfach Dein Keyword in die Suchzeile ein und stelle sowohl das Land als auch die Sprache auf Deutsch um:

Screenshot Tool AnswerThePublic.com

Die Ergebnisse werden von dem Tool automatisch in folgende Kategorien einsortiert: „Questions“, „Prepositions“, „Comparisons“, „Alphabeticals“ und „Related“.

Die Sortierung ist zugegebenermaßen nicht immer so ganz optimal. Das ändert aber nichts daran, dass das Tool wirklich sehr nützlich ist!

Zunächst werden die Ergebnisse in Form einer recht unübersichtlichen Grafik dargestellt. Für jede Kategorie kannst Du die Ansicht aber separat einstellen.

Für eine bessere Übersicht empfehle ich Dir, auf die Ansicht „Data“ zu wechseln. 

Screenshot AnswerThePublic Ansicht umstellen

Auch in diesem Tool gehen wir alle (!) Ergebnisse durch und schreiben die relevanten Suchanfragen in unser Dokument.

Achtung: Da dieses Tool bereits unsere dritte Quelle ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir einige Keywords finden, die wir schon im Dokument stehen haben.

Um Dir später Arbeit zu sparen, solltest Du also schon jetzt auf Dopplungen achten.

Hinweis: Ja, es gibt selbstverständlich auch noch andere Tools, die recht ähnliche Funktionen anbieten — z.B. das W-Fragen Tool. Meiner Erfahrung nach lohnt es sich aber nicht, noch weitere Tools zu durchkämmen, da sich die Vorschläge dann doch oft ähneln. Ich persönlich verwende AnswerThePublic, da ich damit einfach die besten Erfahrungen gemacht habe.

Gefühle & Gedanken der Nutzer

Wir haben uns nun einen gründlichen Überblick über die Nebenkeywords, Suggestions und Nutzerfragen gemacht, die bei Google eingegeben werden.

Im nächsten Schritt wollen wir noch ein bisschen tiefer einsteigen und uns der Gefühlswelt des Nutzers nähern.

Zu vielen Themen geben Nutzer im Internet erstaunlich tiefe und persönliche Einblicke in ihre Gefühlswelten.

Auf diese Quellen können wir zurückgreifen:

  1. YouTube Videos
  2. YouTube- und Blog-Kommentare
  3. Facebook-Gruppen
  4. Foren / Diskussionsseiten
  5. Frage-Antwort-Portale

1) YouTube Videos

Es gibt viele Themen, zu denen Menschen in Videos über ihre persönlichen Erfahrungen und Gefühle sprechen.

Ziel ist es hier, sich verschiedene Videos mit aufrichtigem Interesse anzusehen, sich darauf einzulassen und sich Notizen zu machen.

Auch Reportagen oder Dokus zum Thema, in denen z.B. Experten zu Wort kommen, sind Gold wert. Experten beschäftigen sich im Zweifel schon ihr ganzes Leben lang mit Thema XY und können spannende Einblicke mit uns teilen.

Wie relevant dies für Dich ist, hängt natürlich auch immer ein wenig davon ab, wie gut Du Dich selbst mit dem Thema auskennst, über das Du schreibst.

Doch auch wenn Du selbst schon Expertin oder Experte bist, kann es sich lohnen, auch noch einmal andere Meinungen anzuhören, um einen ganzheitlichen Überblick zu erhalten.

2) YouTube- und Blog-Kommentare

Sowohl auf YouTube als auch auf vielen Blogs können die Nutzer Kommentare abgeben.

Hier werden Fragen gestellt und Anregungen gegeben, die wir in unserem eigenen Text aufgreifen können.

Darüber hinaus sagen Nutzer manchmal auch, was sie im jeweiligen Video oder Beitrag nicht verstanden haben. Hier können wir ansetzen und versuchen, es selbst besser zu machen!

Hier ein Beispiel-Kommentar unter einem YouTube Video:

youtube-kommentar-beispiel-recherche

Aus diesem Kommentar können wir für unseren Text einiges ableiten (Thema: Welche Rolle spielen die Eltern?).

3) Facebook-Gruppen

Auf Facebook gibt es zu vielen verschiedenen Themen Gruppen, in denen sich Menschen austauschen und Erfahrung teilen.

Auch hier haben wir die Chance, aus erster Hand zu erfahren, wie es Betroffenen geht, was sie Fühlen und welche Sorgen, Wünsche und Ziele sie haben.

4) Foren / Diskussionsseiten

Ähnlich sieht es mit Foren und Diskussionsseiten aus, in denen sich Menschen austauschen.

Hier ist teilweise jedoch Vorsicht geboten, da viele Foren mit falschen Aussagen bzw. Fake-Beiträgen überflutet werden…

Oft ist es tatsächlich schwer zu beurteilen, ob es sich um einen realen Beitrag und somit um eine brauchbare Aussage handelt oder nicht.

Auf Facebook ist es in der Regel etwas wahrscheinlicher, echte Aussagen von echten Menschen zu lesen.

Um geeignete Foren zu finden, kannst Du auf Google-Suchoperatoren zurückgreifen.

So findest Du Seiten, die sich mit dem Thema beschäftigen und im Seitentitel „Erfahrungen“ stehen haben:

Und so findest Du Seiten, die sich mit dem Thema beschäftigen und in der URL „forum“ stehen haben:

5) Frage-Antwort-Portale

Auch Frage-Antwort-Portale sind eine Goldgrube für uns. Hier stellen Nutzer Fragen, die ihnen unter den Nägeln brennen.

Auch wenn man es nicht glauben mag, wird auf den Portalen teilweise sehr offen und ehrlich diskutiert.

Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass es einige Themen gibt, die man lieber nicht mit Freunden oder Familienmitgliedern besprechen möchte. Hier ist die Anonymität des Internets ein Segen. 🙂

Du kannst die Portale entweder direkt durchsuchen oder alternativ auch hier auf Google-Suchoperatoren zurückgreifen.

So erhältst Du z.B. nur Ergebnisse von gutefrage.net, in denen das Thema vorkommt.

Sooo…

Wenn Du alle Suchanfragen, Nebenkeywords, W-Fragen, Suggestions und Notizen zusammengetragen hast, sollte Dein Dokument ungefähr so aussehen:

Das sieht jetzt wahrscheinlich erst einmal sehr chaotisch aus… Das wird aber besser. Versprochen!

Bevor wir uns an die Arbeit machen und die Keywords im Dokument sortieren, schauen wir uns die Suchergebnisse noch einmal im Detail an:

Wie sehen die Suchergebnisse aus?

Der Aufbau der Suchergebnisse unterscheidet sich je nach Keyword erheblich.

Und weil das so ist, tun wir gut daran, uns die „SERPs“ genauer anzusehen. Sie verraten uns noch einmal eine ganze Menge über die Intention der Suchenden.

Ich habe einige Auffälligkeiten hier im Screenshot farblich markiert — unter dem Screenshot findest Du die dazugehörigen Erläuterungen…

Ganz oben zeigt Google Bilder an – genauer gesagt sind es Grafiken, Piktogramme und Zeichnungen. Das heißt für uns, dass es wohl durchaus Sinn macht, bestimmte Zusammenhänge grafisch darzustellen.

Auf der rechten Seite zeigt Google einen Auszug aus Wikipedia an, der den Begriff definiert. Das deutet darauf hin, dass viele Nutzer nicht genau wissen, was es mit dem Begriff auf sich hat bzw. was er genau bedeutet. Wir sollten in unseren Text also unbedingt eine Definition einbauen. Zusätzlich werden auch hier Bilder angezeigt.

Unter dem Textauszug von Wikipedia wird ein Link eingeblendet, der uns zur Wörterbuchdefinition weiterleitet. Auch das ist ein Hinweis darauf, dass wir in unserem Beitrag zunächst die Begrifflichkeiten erläutern und definieren sollten.

In den Suchergebnissen wird eine Video-Box eingeblendet. Die Nutzer reagieren zu dieser Suchanfrage wohl gut auf Videos – obwohl sie nicht gezielt bei YouTube gesucht haben. Wir sollten darüber nachdenken, auf unserer Seite relevante Videos einzubinden (oder im Optimalfall ein eigenes Video zu erstellen).

Ganz unten werden zusätzlich zwei verwandte Suchanfragen prominent eingeblendet: „Bücher Selbstbewusstsein“ und „Selbstwertgefühl Buch“. Dies zeigt uns einerseits, dass Google weiß, dass die Begriffe Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein verwandt sind und andererseits, dass die Nutzer gerne Bücher über diese Themen lesen bzw. kaufen. Auch wir sollten dem Nutzer daher eine Auswahl an Büchern an die Hand geben, die sich ausführlich mit dem Thema auseinandersetzen.

Schritt 3: Keywords sortieren & Struktur erarbeiten

Im dritten Schritt geht es darum, die gesammelten Keywords zu sortieren und in eine logische Struktur einzubetten.

Keine Sorge:

Das klingt erstmal komplizierter als es in Wahrheit ist…

Unsere Aufgabe besteht einfach darin, Keywords, die thematisch zusammenpassen in Themenclustern bzw. „Keyword-Haufen“ zusammenzufassen.

Tipp:

Es ist kaum zu vermeiden, dass sich beim Sammeln dann doch ein paar doppelte Keywords in unser Dokument geschlichen haben — diese kannst Du einfach löschen.

Wenn wir alle gesammelten Nebenkeywords, Fragen etc. nach Themen zusammengefasst haben, sieht unser Dokument so aus:

Unter „Nicht zugeordnet“ habe ich Keywords eingeordnet, die ich auf den ersten Blick in keinem Themencluster sinnvoll unterbringen konnte.

Diese Keywords solltest Du aber keinesfalls löschen, da sie ggf. später im Text an geeigneter Stelle untergebracht werden können.

Auch die Notizen habe ich absichtlich nicht in die Themencluster aufgenommen, da sie nicht wirklich als Keywords, sonder eher als Ideengeber betrachtet werden sollten.

Sie geben uns also eher Hinweise darauf, wie wir schreiben sollten und nicht was wir schreiben sollten…

Noch etwas ganz wichtiges:

Die Erstellung eines SEO-Textes ist kein starrer Prozess nach Schema-F!

Es kann also auch später noch zu Veränderungen und Anpassungen innerhalb der Themencluster bzw. in der Zusammensetzung der Themencluster kommen.

Das ist überhaupt nicht schlimm – im Gegenteil!

Je mehr wir uns während des Schreibens aktiv mit dem Thema auseinandersetzen, desto eher werden uns gewisse Zusammenhänge klar und desto eher verstehen wir, dass Themencluster X zum Beispiel eigentlich ein Teil von Themencluster Y ist und so weiter….

Bis hierhin habe ich die Themencluster nicht großartig sortiert – die Reihenfolge der Cluster ist also mehr oder weniger willkürlich.

Es liegt nahe, dass wir die Cluster in eine logische Reihenfolge bringen, bevor wir anfangen zu schreiben.

Allerdings gilt für die Reihenfolge der Themencluster dasselbe, was auch für die Cluster selbst gilt: nichts ist in Stein gemeißelt.

Um eine geeignete Reihenfolge zu finden, können wir uns an mehreren Faktoren ausrichten:

  • Relevanz für den Nutzer (je wichtiger, desto höher im Dokument)
  • Logik (die Cluster bauen logisch aufeinander auf)
  • Gefühl (wie fühlt sich der Text am besten für mich an?)

Ich möchte ganz ehrlich sein: Meist ist es ein Mix aus allen drei Faktoren.

Mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl dafür, was funktioniert bzw. was bei den Nutzern (und bei Google) gut ankommt.

Ein Beispiel:

Obwohl wir gesehen haben, dass sich die Nutzer durchaus sehr für Bücher zu diesem Thema interessieren, macht es meines Erachtens wenig Sinn, dem Nutzer direkt nach der Einleitung eine Auswahl an hilfreichen Büchern zu präsentieren.

Die Wahrscheinlichkeit, dass er unseren Text dann überhaupt noch liest, ist dann verständlicherweise eher gering.

In diesem Fall würde ich gegen Ende des Textes eine Übersicht erstellen, in der ich sowohl Bücher als auch Videos und andere Blogartikel zusammenstelle, die für den Nutzer wahrscheinlich von Interesse sind.

Im folgenden Screenshot siehst Du, wie ich meine Themencluster im Dokument sortiert habe. Ich habe die Themen jeweils farblich markiert, um zu verdeutlichen, welche Cluster einem bestimmten Oberthema angehören.

Unter dem Screenshot findest Du nähere Erläuterungen zu den einzelnen Farben…

Zu Beginn geht es um die Definition des Begriffs und die Abgrenzung zum Begriff „Selbstbewusstsein“.

Im blauen Bereich geht es u.a. um die Ursachen und Gründe eines niedrigen Selbstwertgefühls, über Unterschiede zwischen Frauen und Männern und darum, mithilfe eines Tests / Fragebogen herauszufinden, wie hoch/niedrig das eigene Selbstwertgefühl ist.

Im roten Bereich dreht sich alles um die Stärkung des Selbstwertgefühls. Es werden allgemeine Tipps/Übungen angeboten, aber auch spezifische Bereiche besprochen (Arbeit, Partnerschaft etc.).

Im grünen Bereich geht es um den Umgang mit Menschen, die ein niedriges Selbstwertgefühl haben (u.a. in besonderen Situationen: Schwangerschaft, im Alter etc.).

Im orangenen Bereich wird besprochen, welche professionellen Therapie-Möglichkeiten es gibt.

Im grauen Bereich werden weiterführende Informationen angeboten und ggf. inspirierende Zitate eingebunden.

Allein in diesem Schritt habe ich schon wieder mehrere Änderungen an der Zusammensetzung der Themencluster vorgenommen. Mit jedem Schritt nähern wir uns einer optimalen Struktur.

Es ist ganz normal, dass wir im Erstellungsprozess immer wieder Dinge umschmeißen und neu anordnen.

Schritt 4: Konkurrenz-Analyse

Bevor wir anfangen zu schreiben, schauen wir uns die Konkurrenz im Detail an.

Nein, nicht um dort abzuschreiben, sondern um zu schauen, was die Mitbewerber so zu bieten haben und um sich inspirieren zu lassen.

Während wir im Idealfall die gesamte Top 10 (mindestens aber die Top 5) durchgehen, stellen wir uns folgende Fragen:

  • wie ist der Content aufgebaut?
  • wie ist die User-Experience?
  • wie werden bestimmte Dinge gelöst?
  • können wir auf den ersten Blick Content-Lücken erkennen? (Themen, die nicht / unvollständig abgedeckt werden)

Hier zwei Beispiele, die mir in den Top 10 zu unserem Hauptkeyword aufgefallen sind (u.a.):

Aggressive Werbung:
Diese Website wird von aggressiven Werbebannern und -videos beinahe überflutet — da leidet die User-Experience. Das können wir auf unserer Seite vielleicht besser machen…

Schlechte Lesbarkeit:
Der Text auf dieser Website ist sehr schwer zu lesen. Der Text ist klein, die Absätze lang. Auch hier leidet das Nutzererlebnis:

Wenn Du Dir alle 10 Seiten angeschaut (und gelesen!) hast, hast Du Dir einen sehr guten Überblick verschafft und weißt, auf welchem Stand die Mitbewerber sind und was Du ggf. besser machen kannst.

Meiner Meinung nach solltest Du Dich aber nicht zu sehr von den Mitbewerbern beeinflussen lassen.

Alles, was wir für die Erstellung des Textes grundsätlzlich wissen müssen, wissen wir bereits. Das Kernstück ist immer die eigene Recherche.

Wenn Du nur von der Konkurrenz ausgehst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, viel Potential zu verschenken. 

Schritt 5: Den SEO-Text schreiben

Im 5. Schritt schreiben wir aufbauend auf unserer Recherche und der erarbeiteten Struktur den Text. Die eigentliche Arbeit geht also jetzt erst richtig los! 🙂

Wie formen wir nun aus einer groben Struktur einen Weltklasse SEO-Text?

Das ist eigentlich gar nicht so schwer…

Unsere Aufgabe besteht darin, die einzelnen Themencluster, die wir uns zurecht gelegt haben, mit Leben (also Text) zu füllen.

Ganz wichtig:

Die Menge an Keywords, aus denen ein Cluster besteht, sagt nichts darüber aus, wie viel wir zu einem Cluster schreiben bzw. wie viel zeitlichen Aufwand wir in die Bearbeitung des Clusters stecken (sollten).

Ein Beispiel:

Die Zusammenstellung einer großen Übersicht mit Büchern, Videos und interessanten Blogartikeln kostet uns unter Umständen mehr Zeit als die Formulierung einer Definition.

Grundsätzlich wollen wir natürlich aus jedem einzelnen Cluster inhaltlich ALLES herausholen.

Unser erklärtes Ziel ist es ja, nicht irgendeinen Text, sondern den Text zu Thema XY zu schreiben — Stichwort: Vollständigkeit.

Das bedeutet jedoch ausdrücklich nicht, dass wir verschwenderisch mit unserer Zeit umgehen sollten.

Durch unsere Recherche wissen wir, wonach die Nutzer suchen und was ihnen besonders unter den Nägeln brennt. Auf diese Punkte sollten wir uns fokussieren und dort gezielt (sehr) viel Zeit investieren.

Für Randthemen, die zwar durchaus relevant, aber nicht unbedingt zum Kern des Hauptthemas gehören, sollten wir also nicht unnötig viel Zeit aufwenden.

Hier bietet es sich an, Verlinkungen zu externen (oder internen) Seiten / Ressourcen einzubauen, um dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, sich über das jeweilige Randthema zu informieren.

Ein ganz wichtiger Hinweis vorab:

Es geht ausdrücklich nicht darum, jedes einzelne Keyword aus dem Themencluster auch 1:1 in den Text aufzunehmen — das endet in einem regelrechten Keyword-Fiasko!

Wir müssen zwischen solchen Keywords unterscheiden, die wir tatsächlich in den Text aufnehmen sollten und solchen Keywords, die wir nicht unbedingt aufnehmen müssen, die uns aber verraten, was der Nutzer sehen möchte.

In diesem Fall kannst Du Dich ganz gut am Suchvolumen orientieren.

Keywords, die nur sehr wenig oder gar kein messbares Suchvolumen haben, musst Du also nicht zwingend in den Text aufnehmen.

Vorsicht ist geboten bei Keywords wie z.B. „XY + Synonym“:

Obwohl es in unserem Falle ein Suchvolumen von 100 hat, ist es für uns eigentlich uninteressant, da diese Intention von Online-Wörterbüchern optimal abgedeckt wird:

Beispiel: Vorsicht vor falschen Suchintentionen

Während unserer Recherche haben wir aber z.B. gesehen, dass die Nutzer sich auch für den Unterschied zu verwandte Begriffen interessieren.

Vor diesem Hintergrund lohnt es sich für uns vielleicht trotzdem, dem Nutzer zu zeigen, welche Synonyme es gibt. Nicht, um damit zu ranken, sondern der Vollständigkeit halber.

Es ist ganz grundsätzlich von großer Bedeutung, dass wir die Keywords, die wir in unseren Themenclustern gesammelt haben, nicht einfach „blind“ nacheinander abarbeiten…

Es gibt immer wieder Keywords, hinter denen sich eine ganz andere Intention verbirgt, als zunächst vermutet.

Daher gilt:

Wenn Du Dir nicht zu 100% sicher bist, was der Nutzer zu Keyword XY sehen möchte, gib es bei Google ein und versuche anhand der Ergebnisse zu verstehen, was der Nutzer sucht.

Steigen wir in die Praxis ein:

Was können wir aus diesem Themencluster machen?

Beispiel für ein Themencluster.

Für unser Beispiel-Cluster bietet es sich an, eine möglichst präzise und schnörkellose Definition für unseren Begriff zu formulieren.

So würde ich konkret vorgehen:

Schritt 1: Ich formuliere eine geeignete H2-Überschrift, die klar vermittelt, dass nun eine Definition folgt. Die Überschrift enthält in jedem Falle auch das Keyword mit dem höchsten Suchvolumen innerhalb dieses Clusters („Selbstwertgefühl Definition“ – 300 Suchvolumen).

Schritt 2: Direkt unterhalb dieser Zwischenüberschrift formuliere ich eine präzise Definition, die keine Fragen offen lässt (wenn möglich bringe ich in dieser Definition das Keyword „Psychologie“ unter).

Schritt 3: Unterhalb der Definition gebe ich noch einige Beispiele für Synonyme, um den Begriff noch schärfer abzugrenzen.

So sieht das ganze dann aus:

Beispiel für die Bearbeitung eines Themenclusters

Alle fett markierten Begriffe / Keywords habe ich unterbringen können. Das „leicht erklärt“ habe ich ignoriert, da es kein messbares Suchvolumen und auch nicht so recht reingepasst hat.

Man muss hier natürlich dazu sagen, dass es sich um einen Themencluster mit klarer Schlagrichtung handelt, der nur wenig Spielraum bietet.

Das soll heißen:

Wenn der Nutzer eine Definition sehen möchte, kann ich ihm „nur“ eine Definition bieten. Das einzige was ich hier machen kann, ist, die Definition so präzise und einfach wie möglich zu formulieren.

Mehr Text hilft mir hier aber nicht unbedingt weiter…

Bei offenen Themenclustern, die nicht nach der einen Antwort verlangen, kannst Du sehr viel freier vorgehen. Lass Deiner Fantasie freien Lauf.

Recherchiere, forsche, beschreibe, vergleiche, untersuche… Lass die Konkurrenz alt aussehen!

  • Überlege Dir, ob Grafiken oder Screenshots dem Nutzer dabei helfen, das Thema zu verstehen bzw. Zusammenhänge zu erfassen.
  • Gibt es weiterführende Informationen, die Du dem Nutzer im Rahmen des Textes gleich mit an die Hand geben möchtest?
  • Macht es Sinn, ein Video einzubinden oder gar ein eigenes Video aufzunehmen?
  • etc.

Folge immer dem Anspruch, dem Nutzer die bestmögliche Antwort auf seine Frage bzw. alle notwendigen Infos zu Thema XY an die Hand zu geben.

Die Keywords des jeweiligen Themenclusters geben Dir die Richtung vor.

Keywordbewusstes Schreiben

Ich gebe zu, es ist manchmal gar nicht so einfach zu entscheiden, welche Keywords man wie unterbringt.

Es ist jedenfalls so, dass Du schon auf ein „Keywordbewusstes Schreiben“ achten solltest.

Ein Beispiel:

Wenn ich weiß, dass z.B. das Keyword „Selbstwertgefühl stärken“ ein Suchvolumen von 3.800 hat, mache ich daraus selbstverständlich einen eigenen Themenblock, in dem das Keyword vorkommt und formuliere eine passende H2-Überschrift.

Und in der H2-Überschrift entscheide ich mich bewusst gegen den Begriff „steigern“ und für den Begriff „stärken“. Warum? Weil es ein höheres Suchvolumen hat.

Alles andere wäre doch recht abenteuerlich…

Denn der Google-Algorithmus kann (noch) nicht hellsehen. 😉

Das heißt:

Du musst dem Algorithmus schon etwas geben, womit er arbeiten kann.

Oder anders ausgedrückt:

Du musst dem Algorithmus (und dem Nutzer) sagen, worüber Du gerade schreibst — z.B. mithilfe einer aussagekräftigen sowie keywordbewussten Zwischenüberschrift.

Reihenfolge der Themencluster

Ob Du die einzelnen Themen chronologisch oder wild durcheinander abarbeitest, ist gar nicht so entscheidend.

Flüssige Übergänge zwischen den Abschnitten sind meiner Meinung nach überbewertet, da sich die wenigsten Nutzer den Text Wort für Wort durchlesen werden…

In der Regel „scannen“ Internetnutzer den Text und lesen sich nur die Abschnitte durch, die für sie relevant sind.  — Hier findest Du weitere Infos über das Leseverhalten von Internetnutzern.

Wie bereits angesprochen, wird es auch bzw. gerade während des Schreibens zu Verschiebungen innerhalb der Dokumentenstruktur kommen.

Oft schiebe ich selbst dann noch Absätze hin und her, wenn ich den Text bereits in WordPress eingefügt habe und kurz vor der Veröffentlichung stehe.

Einleitung & Fazit schreiben

Ich empfehle, sowohl das Fazit als auch die Einleitung erst ganz zum Schluss zu formulieren.

Erst dann weißt Du nämlich genau, was der Nutzer von Deinem Text bzw. von Deiner Seite erwarten kann.

Versuche, den Nutzer in der Einleitung bestmöglich abzuholen.

Greife dazu auf Dein ganzes Wissen zurück, das Du während der Erstellung des Textes gewonnen hast.

Damit meine ich neben dem fachlichen Wissen vor allem auch das Wissen über den Nutzer selbst!

Also:

  • was brennt dem Nutzer unter den Nägeln?
  • welche Sorgen / Probleme / Ängste hat er?
  • welches Ziel verfolgt der Nutzer?
  • in welcher Stimmungslage kommt er auf Deine Seite?
  • mit welcher Erwartungshaltung kommt er auf Deine Seite?

Auf welche Art und Weise Du die Einleitung letztendlich formulierst, bleibt natürlich Dir überlassen.

Überlege, auf welchem „Level“ Du dem Nutzer begegnen möchtest.

Möchtest Du den Nutzer mit viel Einfühlungsvermögen und Empathie an die Hand nehmen oder ihm ganz sachlich und trocken Fakten um die Ohren hauen?

Für das Fazit gilt:

Fasse die Informationen noch einmal kurz & knapp in 3-5 Sätzen zusammen — nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Schritt 6: Überarbeitung & Veredelung des Textes

Im Idealfall haben wir nun die Rohfassung unseres SEO-Textes vor uns liegen.

Auch wenn der innere Drang groß sein mag, den Text jetzt schnell online zu stellen, müssen wir uns noch einmal Zeit nehmen, die Rohfassung zu veredeln und auf das nächste Level zu heben.

Diese „Veredelung“ umfasst 6 Schritte:

  1. Allgemeine Korrekturschleife
  2. Text in Website einfügen
  3. Leseerlebnis optimieren
  4. Verlinkungen & Quellen
  5. Titel & Meta-Beschreibung
  6. H1-Überschrift formulieren

Ich empfehle Dir, den Text mindestens eine Nacht lang ruhen zu lassen, bevor Du die Überarbeitung / Veredelung angehst — ideal sind 2-3 Tage.

So gehst Du mit einem frischen Geist an die Sache heran und vermeidest Betriebsblindheit.

6.1 – Allgemeine Korrekturschleife

Bei der allgemeinen Korrekturschleife konzentrieren wir uns vor allem auf formale Optimierungen, die bei einem Weltklasse-Text einfach stimmen müssen.

Obwohl oft der Eindruck entsteht, dass im Internet alles egal sei, sollten z.B. Rechtschreib- oder Grammatikfehler unbedingt behoben werden, bevor der Text online geht.

Meiner Meinung nach können Formfehler unter Umständen sogar die Seriosität des Autors bzw. der gesamten Website infrage stellen (das hängt natürlich auch von der Branche ab).

Auf folgende Punkte solltest Du achten:

Checkliste für die Allgemeine Korrekturschleife:

  • Rechtschreibung und Grammatik
  • Logikfehler im Aufbau
  • Allgemeine Verständlichkeit
  • Dopplungen / Wiederholungen
  • überflüssige Sätze / Passagen
  • verschachtelte Formulierungen & zu lange Sätze

6.2 – Text in Website einfügen

Nach Abschluss der grundlegenden Korrekturschleife können wir den Text jetzt schon in die Website bzw. in das Content-Management-System (CMS) einpflegen.

Meiner Meinung nach sind die folgenden Schritte einfacher umzusetzen, wenn wir den Text in seinem „realen Umfeld“ auf der Website bearbeiten können.

6.3 – Leseerlebnis optimieren

Wenn die formalen Voraussetzungen erfüllt sind, können wir einen Schritt weiter gehen und das Nutzer- bzw. das Leseerlebnis verbessern.

Es geht darum, dem Nutzer das Lesen und das Erfassen der Inhalte zu vereinfachen. Dies erreichen wir u.a. durch die Verwendung von aufschlussreichen Grafiken, die (komplexe) Zusammenhänge erläutern.

Denn:

Der Mensch erfasst Zusammenhänge sehr viel schneller, wenn diese in Form einer Grafik (also visuell) vermittelt werden.

Im Gegensatz zu gedruckten Büchern möchte der Nutzer gerade im Internet möglichst schnell die für ihn relevanten Informationen finden und aufnehmen.

Ziel sollte es daher sein, den Text „luftig“ und übersichtlich zu gestalten.

Große Textblöcke wirken abschreckend und führen nicht selten dazu, dass der Nutzer die Seite verlässt…

Checkliste für die Optimierung des Leseerlebnisses:

  • Absatzlänge (max. 3 Zeilen)
  • sinnvolle Kursiv- und Fettmarkierungen
  • Verwendung von Listen / Bullet-Points
  • Grafiken, Bilder, Piktogramme etc.

6.4 – Verlinkungen & Quellen

Links sind nicht nur einer der wichtigsten Rankingfaktoren bei Google, sondern auch und vor allem ein elementarer Bestandteil des Internets.

Der Googlebot und das Internet im Allgemeinen leben von Verlinkungen.

Man könnte sogar behaupten: die gegenseitigen Verlinkungen zwischen den Millionen von Webseiten sind das Lebenselexier des Internets.

Warum betone ich das?

Weil oft der Eindruck geweckt wird, dass Links etwas schlechtes und/oder gefährlich sind.

Viele Website-Betreiber leiden unter einer regelrechten Verlinkungsangst.

Seit Bestehen des Internets ist es jedoch das normalste der Welt, von der eigenen Seite aus auf andere Seiten zu verlinken.

Auffällig (und ggf. sogar kontraproduktiv) wird es dann, wenn man überhaupt nicht auf andere Seiten verlinkt.

Darüber hinaus sind (sinnvolle!) externe Verlinkungen meiner Meinung nach sogar ein Teil der User-Experience.

Innerhalb meines Textes gebe ich dem Nutzer in Form von externen Verweisen gerne weiterführende Informationen an die Hand, die ihn interessieren könnten.

Selbstverständlich solltest Du nur auf Seiten verweisen, die Deinen Qualitätsansprüchen genügen und dem Nutzer wirklich weiterhelfen.

Ich empfehle Dir, externe Links immer so zu implementieren, dass sie sich in einem neuen Browser-Tab öffnen. Interne Links lasse ich im selben Tab öffnen.

Ganz wichtig:

Reguläre externe Links zu anderen Blogs und Webseiten werden nicht als „nofollow“ markiert.

Das konsequente markieren von externen Links mit „nofollow“ ist ein Nebenaspekt der vorherrschenden Verlinkungsangst und ergibt absolut keinen Sinn.

Nur wenn Du Affiliate-Links hast, sonstige Werbelinks oder Links aus Kommentar-Sektionen, kannst und solltest Du sie mit den entsprechenden Link-Attributen auszeichnen.

Wenn Du Dich in Deinem Text auf externe (wissenschaftliche) Ressourcen oder Studien beziehst, solltest Du außerdem ein entsprechendes Quellenverzeichnis anlegen.

Checkliste für Verlinkungen & Quellen:

  • interne & externe Verlinkungen zu nützlichen Seiten
  • reguläre externe Links werden nicht mit nofollow markiert
  • weiterführende Links unter dem Text
  • Quellenverzeichnis anlegen (bei Verwendung von Quellen)

6.5 – Titel & Meta-Beschreibung

Jetzt widmen wir uns dem Seitentitel („SEO-Titel“) und der Meta-Beschreibung („Meta-Description“) — meist ist hier auch die Rede vom „Snippet“ / „SEO-Snippet“.

Ich empfehle Dir, sowohl den Titel als auch die Meta-Beschreibung mit diesem kostenlosen Snippet-Tool von Sistrix zu erstellen.

Hier wird Dir recht zuverlässig angezeigt, wie viel Platz Du noch hast, sodass das Snippet in den Suchergebnissen in voller Länge angezeigt werden kann.

Eine pauschale Aussage darüber, wie viele Zeichen oder Pixel maximal erlaubt sind, ist hinfällig, da Google hier immer wieder Änderungen vornimmt.

Schauen wir uns zunächst den Seitentitel an:

Die Optimierung des Titels dürfen wir keinesfalls vernachlässigen, da er zu den wichtigsten Faktoren der OnPage-Optimierung gehört.

Darüber hinaus kann ein guter Titel auch Einfluss auf die Klickrate nehmen.

Worauf kommt es bei der Optimierung des Titels an?

Ein guter Titel sollte…

  • das Hauptkeyword enthalten
  • ggf. Nebenkeywords enthalten
  • beim Nutzer Interesse wecken
  • den Nutzer zum Klicken animieren

Im Prinzip ist die Erstellung des Seitentitels nicht schwer — die Kunst besteht darin, eine gute Mischung aus Keywords, Clickbait und Seriosität zu finden.

Für die Erstellung des Titels lassen sich grundsätzlich nur schwer pauschale Regeln formulieren.

In den meisten Fällen bist Du aber schon einmal auf dem richtigen Weg, wenn Du Dich an folgendem Muster orientierst:

Seitentitel Muster

Das kann dann z.B. so aussehen:

Checkliste für den SEO-Titel:

  • Hauptkeyword möglichst weit vorne im Titel
  • vermeide sinnfreie Aneinanderreihungen von Keywords
  • orientiere Dich am Schema [Hauptkeyword] [Trennzeichen] [Nebenkeywords + freie Formulierungen]
  • verwende (wenn passend) Zahlen
  • formuliere den Titel (wenn passend) als Frage
  • verwende ggf. geeignete Symbole

Nun zur Meta-Beschreibung:

Die Meta-Beschreibung solltest Du dazu verwenden, dem Nutzer zu sagen, was ihn auf Deiner Seite erwartet (auch hier kommt uns die intensive Recherchearbeit wieder zugute).

Wenn es sich anbietet, kannst Du in der Meta-Beschreibung natürlich auch noch weitere Nebenkeywords unterbringen. Es bringt aber nur wenig, die Beschreibung mit Keywords vollzustopfen.

Wenn der Nutzer nach Informationen sucht, verschenkst Du auch mit klassischen Call-to-Actions à la „Jetzt klicken“ nur wertvollen Platz.

Lege den Fokus wirklich auf die Erstellung eines interessanten Teasers, der den Nutzer neugierig macht.

Noch ein letzter wichtiger Tipp:

Verspreche im Snippet nichts, was Du nicht halten kannst. Nutzer mögen es gar nicht, getäuscht zu werden…

Für unseren Beispiel-Text könnte die Meta-Beschreibung z.B. so aussehen:

Am Anfang mag die Erstellung von Titel und Meta-Beschreibung ein wenig mühsam sein…

Wie für so viele andere Bereiche gilt aber auch hier: Übung macht den Meister. Mit jedem weiteren Snippet, das Du erstellst, wird es einfacher! 🙂

Checkliste für die Meta-Beschreibung:

  • Zeige dem Nutzer, was er von Deiner Seite erwarten kann
  • Meta-Beschreibung = Teaser für Deine Seite
  • vermeide Call-to-Actions
  • vermeide Keyword-Stuffing
  • verwende ggf. geeignete Symbole

6.6 – H1-Überschrift formulieren

Nachdem wir unseren SEO-Titel bereits formuliert haben, sollte uns die Formulierung der H1-Überschrift (Headline) auch recht leicht von der Hand gehen.

Es kann sich durchaus anbieten, den Seitentitel auch als H1-Überschrift zu verwenden — das muss aber nicht immer die beste Lösung sein.

Klar, grundsätzlich sollten die H1 und der Seitentitel schon ähnlich sein, damit es beim Nutzer zu keinen Verwirrungen kommt.

Ich empfehle aber, in der H1-Überschrift ggf. noch Nebenkeywords aufzunehmen, die es nicht in den Seitentitel geschafft haben.

Ein Vorteil, den wir bei der H1-Überschrift haben, ist, dass wir platztechnisch nicht beschränkt sind.

Lese-Tipp:

Auf seiner Website content-code.de erklärt Sebastian Beintker wie man anziehende Headlines erstellt.

Checkliste für die H1-Überschrift:

  • kann grundsätzlich identisch mit Seitentitel sein
  • sollte Ähnlichkeit mit SEO-Titel aufweisen
  • ggf. Nebenkeywords aufnehmen, die im Seitentitel fehlen
  • keine falschen Versprechen
  • vermeide reines Keyword-Stuffing

Schritt 7: Veröffentlichung & Nachbereitung

In den Schritten 1-6 haben wir uns voll und ganz auf die Erstellung des SEO-Textes konzentriert.

Im siebten und letzten Schritt geht es jetzt weniger um den Text selbst, sondern vielmehr darum, was wir tun müssen, um dem fertigen Text den bestmöglichen Start ins „SEO-Rennen“ zu ermöglichen.

Dafür folgen wir noch einmal einem Prozess, der aus 5 Schritten besteht:

  1. Beitragsbild erstellen
  2. URL / Permalink / Slug festlegen
  3. Seite veröffentlichen
  4. interne Links zur neuen Seite einpflegen
  5. Seite bei Google einreichen

7.1 – Beitragsbild erstellen / festlegen

Zu einem sehr guten Beitrag gehört meiner Meinung nach auch ein gutes Beitragsbild.

Natürlich ist Optik nicht alles, was zählt ist schließlich der Inhalt…

Dennoch sollten wir beim ersten optischen Eindruck nicht schludern – Stichwort: User Experience!

Wenn wir uns für dasselbe Stock-Foto entscheiden, das bereits von fünf anderen Seiten in den Top 10 verwendet wird, grenzen wir uns überhaupt nicht von unseren Mitbewerbern ab.

Das ist gefährlich — insbesondere dann, wenn der Nutzer bei seiner Suche mehrere Ergebnisse anklickt. Die Chance, in der Wahrnehmung des Nutzers herauszustechen, liegt dann bei ca. 0%.

Wie wichtig die optische Gestaltung jeder einzelnen Seite ist, zeigen die Beiträge im Ahrefs-Blog eindrucksvoll. Hier wird für jeden Beitrag eine passende Illustration erstellt:

Beispiel für ein sehr gutes Beitragsbild

Natürlich musst Du nicht zwingend für jeden Deiner Beiträge eine professionelle Grafik anfertigen lassen.

Überlege einfach kurz, wie Du Dich mit einer individuellen Lösung von den anderen Seiten absetzen kannst.

Schau Dir z.B. auch das Titelbild an, das ich für diesen Beitrag erstellt habe… Es ist zwar nicht unbedingt „hübsch“ — aber es ist definitiv anders und es fällt auf! 😀

Vielleicht bietet es sich bei Deinem Thema sogar an, ein eigenes Foto aufzunehmen.

Noch ein Tipp:

Wenn Du auf Stock-Fotos zurückgreifst, kannst Du sie optisch leicht anpassen, um dem Ganzen einen individuellen Touch zu geben. Achte hier aber unbedingt auf die jeweiligen Lizenzbestimmungen der Fotodatenbanken.

7.2 – URL / Permalink / Slug festlegen

Zu guter Letzt schauen wir uns noch an, wie wir die URL für unsere Seite am besten gestalten können.

Hinweis: Je nach Content-Management-System hat der „Link“ Deiner Seite verschiedene Namen. Egal ob URL, Permalink oder Slug – das ist alles dasselbe! 😉

Die Erstellung der URL ist wirklich sehr einfach. Orientiere Dich dazu einfach an Deinem Hauptkeyword.

Es kann sich durchaus auch lohnen, 1-2 Nebenkeywords in die URL aufzunehmen.

Für unseren Beispiel-Text würde ich mich z.B. für eine der beiden folgenden URLs entscheiden:

Im Zweifel solltest Du Dich immer für die kürzere Variante entscheiden. Je mehr Nebenkeywords du aufnimmst, desto mehr schränkst Du Dich auch ein.

Checkliste für die URL:

  • orientiere Dich am Hauptkeyword
  • ergänze ggf. noch ein wichtiges Nebenkeyword
  • so kurz wie möglich, aber so lang wie nötig
  • vermeide Umlaute und Sonderzeichen
  • verwende als Trennzeichen Bindestriche (keine Unterstriche)

7.3 – Seite veröffentlichen

Nun können wir unsere Seite veröffentlichen.

Gerne kannst Du vor der Veröffentlichung noch einmal kurz über das SEO-Plugin schauen, um zu checken, ob Du nichts elementares vergessen hast.

Lass Dich von Pseudo-Warnungen wie „Dein Titel enthält kein Power-Word.“ aber nicht irritieren. — Auch wenn Dein Titel ein Power-Word enthält, wird Dir Google das Ranking nicht schenken, wenn der Beitrag schlecht ist… 😉

7.4 – Interne Links zur neuen Seite einpflegen

Um die neue Seite intern zu stärken und mit den anderen Inhalten auf Deiner Website zu verknüpfen, solltest Du interne Links einfügen.

Um Seiten zu finden, von denen aus Du auf Deine neue Seite verlinken kannst, kannst Du auf die Google-Suchoperatoren zurückgreifen.

In unserem Fall würde ich z.B. folgendes in die Suchzeile eingeben:

Alternativ kannst Du Dir mit Excel oder Google Tabellen eine Übersicht mit allen Beiträgen erstellen und eintragen, auf welche internen Seiten jede einzelne Seite verlinkt:

Ich empfehle, die internen Links wenn möglich direkt im Text zu platzieren.

Andernfalls kannst Du die internen Links auch im Rahmen von kurzen Hinweisen zwischen zwei Absätzen einfügen.

Selbstredend sollten die internen Links an sinnvollen Stellen platziert werden, an denen der Verweis für den Nutzer auch Sinn ergibt.

Als Ankertext kannst Du bei internen Links ruhigen Gewissens einfach das Hauptkeyword verwenden — auch hier ggf. in Kombination mit passenden Nebenkeywords.

7.5 – Seite bei Google einreichen

Im letzten Schritt können wir die URL unserer neuen Seite über die Search Console noch bei Google einreichen.

Diese Funktion hat nichts mit einem Ranking-Boost zu tun…

Es geht nur darum, Google darüber zu informieren, dass wir erneut ein Meisterwerk veröffentlicht haben und dessen Indexierung zu beschleunigen 😉

Je früher Google Deinen neuen Text auf dem Schirm hat, desto besser.

Dazu gehen wir in die Search Console und geben oben in das Suchfeld die exakte URL unserer neuen Seite ein:

Auf der sich dann öffnenden Seite klicken wir auf „Indexierung beantragen“:

Das war’s schon! 🙂

Tipp: Du hast die Search Console für Deine Website noch nicht eingerichtet? — Hier erfährst Du, wie es geht.

Allgemeine Tipps & Hinweise rund um SEO-Texte

Wir haben uns nun Schritt für Schritt angesehen, wie Du Weltklasse SEO-Texte schrieben kannst.

In diesem Abschnitt möchte ich Dir noch einige weitere wertvolle Tipps und Hinweise an die Hand geben, die Du beim Schreiben beachten solltest.

Authentizität & Ehrlichkeit (ein indirekter Rankingfaktor?)

Seien wir mal ganz ehrlich: Im Internet wimmelt es nur so von fragwürdigen Angeboten, unseriöser Werbung und lieblos zusammengeschusterten Inhalten.

Ich empfehle Dir daher dringend, in Deinen Texten (sowie auf Deiner gesamten Website) in jeglicher Hinsicht ehrlich, transparent und authentisch zu sein.

Nutzer merken, wenn jemand ehrlich zu ihnen ist — und honorieren das.

In seinem sehr empfehlenswerten Buch They Ask, You Answer schreibt Marcus Sheridan, dass Unternehmen (im Internet) nicht ausschließlich um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis kämpfen, sondern vor allem um das Vertrauen der Nutzer.

Er schreibt:

„The fact is, every business has a single tie that binds [it] all together when it comes to consumers and buyers, and that is trust. […] Trust is the business we’re all in.“[4]

Warum ist es so wichtig, auch bzw. gerade im Rahmen von redaktionellen Inhalten ehrlich zu sein?

Weil wir die SEO-Texte ja nicht zum Spaß schreiben, sondern weil wir relevante Nutzer auf unsere Website leiten möchten, die dann im besten Fall zu Kunden werden.

Und was machen die Nutzer, bevor sie ein Produkt oder eine Dienstleistung kaufen?

Sie suchen mit Google nach Informationen, Erfahrungen, Ratgebern etc.

Die traditionelle Kaufberatung vor Ort ist so gut wie ausgestorben.

Selbst wenn Menschen bei einem lokalen Geschäft vor Ort kaufen möchten, informieren sie sich in der Regel vorher im Internet.

Ganz unabhängig vom Produkt hat der potentielle Kunde vor dem Kauf allem eins: Fragen.

Und genau deshalb ist es so wichtig, dass Du diese Fragen im Rahmen von redaktionellen Inhalten bestmöglich (und ehrlich!) beantwortest. Egal ob Freelancer oder Großkonzern…

Überleg einmal:

Was würdest Du tun, wenn Du merkst, dass ein Anbieter Dir etwas verheimlichen möchte oder Dir nur die halbe Wahrheit über eine Dienstleistung erzählt?

Das Vertrauen in diesen Anbieter ist augenblicklich weg und Dein Wille, ihn zu beauftragen, gleich mit.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Du diesen Anbieter beauftragen wirst, ist äußerst gering — auch wenn sein Angebot noch so gut sein sollte.

Dasselbe passiert im Internet, wenn Du bei Anbieter XY nicht alle notwendigen Informationen finden kannst, die Du für Deine Entscheidungsfindung benötigst.

Deshalb ist Ehrlichkeit, Transparenz und Authentizität gerade bei Informationsinhalten bzw. bei SEO-Texten so wichtig!

SEO-Texte im Akkordeon?

Es gibt durchaus Situationen, in denen es sich anbietet, Texte in Form eines Akkordeons auf Deiner Seite einzubetten.

Meiner Erfahrung nach solltest Du dies allerdings nur für „nebensächlichen“ Content machen, der nicht zum Hauptinhalt (Main Content) Deiner Seite gehört.

Dazu gehören z.B.:

  • Häufig gestellt Fragen (FAQ)
  • Quellenangaben
  • weiterführende Literatur / Weblinks
  • Randbemerkungen

Hier ein Beispiel für einen sinnvollen Einsatz eines Akkordeons:

Es ergibt meines Erachtens schlichtweg keinen Sinn, den Hauptinhalt bzw. größere Teile des Hauptinhalts in ein Akkordeon zu packen und es dem Nutzer damit schwerer zu machen, den Content zu konsumieren.

Und wenn im SEO-Bereich eine Vorgehensweise nach gesundem Menschenverstand nur begrenzt Sinn ergibt, ist es in der Regel besser, einfach darauf zu verzichten…

Bedenke, dass Google zwar sehr schlau, aber immer noch eine Maschine ist — und Maschinen lieben Muster.

In unserem Fall lautet das Muster: „In 99% der Fälle wird der Hauptinhalt prominent auf der Seite platziert und ist damit leicht zugänglich.“

Warum solltest Du also absichtlich von diesem Muster abweichen und den armen Googlebot verwirren wollen?

Zusammenfassung

Bei SEO-Texten (auch: SEO-Content) handelt es sich um Inhalte, die mit dem Ziel erstellt werden, in den Google-Suchergebnissen für bestimmte Keywords möglichst weit oben zu stehen.

Zu „normalen“ Texten grenzen sich SEO-Inhalte vor allem durch die intensive Recherche ab, die im Vorfeld durchgeführt werden muss. Hier wird analysiert, was und wie die Nutzer suchen.

Die gute Nachricht:

Grundsätzlich kann jeder lernen, SEO-Texte zu schreiben! Voraussetzung ist ein Mix aus theoretischem SEO Know-How, Schreibaffinität und Erfahrung.

[1] http://faculty.ist.psu.edu/jjansen/academic/pubs/jansen_user_intent.pdf

[2] https://support.google.com/webmasters/answer/7451184?hl=de

[3] https://www.youtube.com/watch?v=Rk4qgQdp2UA&t=148s

[4] They Ask You Answer: A Revolutionary Approach to Inbound Sales, Content Marketing, and Today’s Digital Consumer, Marcus Sheridan, 19.07.2019

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